Route

10. Februar 2010

— Click on the sun symbols to get more information about the destinations —




GPS Tracking

Weißer Fluss

2. Januar 2009

Weißer Fluss bedeutet Rio Branco wörtlich übersetzt. Rio Branco ist die Hauptstadt der brasilianischen Region Acre, hat fast dreihunderttausend Einwohner und einen internationalen Flughafen, den Dodo und ich ansteuern. Der Fluss, der die Stadt in zwei Hälften teilt ist nicht etwa der Rio Branco, nein der hat den Namen Rio Acre. Der Fluss ist über den Rio Purus bis zum Amazonas hinauf beschiffbar. Ich fliege aber trotzdem lieber da hoch. Das geht schneller. Vor allem bei der schwülen Hitze heute, 28 °C in Iberia aber mich erwarten drückende 33 °C in Rio Branco.

Schönes Wetter heute in Peru; es kann los gehen. Die wenigen Wölkchen sollten nicht stören. Erst noch ein Stück über Bolivien und dann sind wir, Dodo und ich, in Brasilien. Dann ändert sich das Wetter schlagartig, etwa auf Höhe der Straße AC 403 bei Xapuri. Die Sicht unter den tiefliegenden Wolken ist nicht besonders Toll. Außerdem bin ich spät losgeflogen und nun beginnt es auch schon zu dämmern. Nachtflüge mag ich überhaupt nicht. Aber Dodo macht das schon. Gerade noch bevor die Nacht vollständig hereinbricht sind wir angekommen. Allerdings hätte ich mich fast verflogen. Ich habe mich gewundert, dass der Flughafen im Süden von Rio Branco so unbeleuchtet ist. Zum Glück habe ich dann noch bemerkt, das dies der stillgelegte alte Flughafen war. Der neue, seit Ende 1999 geöffnete Flughafen, befindet sich nämlich nördlich der Stadt und man sieht in weithin leuchten.

Gute Informationen gibts zu Rio Branco auf Wikipedia. Es gibt auch noch ein paar Seiten mit Touristeninformationen und nette Bilder auf Flickr und Panoramio.

Rechtsklick zum Herunterladen
kmz-File zum Betrachten oder Nachfliegen in Google Earth

Fehlstellung

1. Januar 2009

Mir ist aufgefallen, dass bisher sämtliche peruanische Flugplätze im Flugsimulator 2004 nicht an den Stellen zu finden sind, wo sie tatsächlich liegen. In Bolivien, Argentinien und Chile lagen die Pisten vielleicht ein paar Meter versetzt aber letztendlich doch noch relativ genau auf den Koordinaten wo sich auch auch die realen Vorbilder befinden. Wie gesagt, in Peru sind sie mal auf der falschen Seite des Flusses, weit weg von den Städten oder ähnliches. Auch mein letztes Ziel, der Flugplatz von Iberia liegt weiter nordwestlich als in Wirklichkeit. Ausserdem ist dort nur der Flugplatz zu finden. Die Stadt, an die der Flugplatz tatächlich anschließt, ist überhaupt nicht vorhanden, sondern nur der unendliche Regenwald. Welche Ursachen das hat, kann ich nicht beurteilen, aber es ist schon auffällig, dass es bisher nur Peru so ausgeprägt ist.

Dodo ist übrigends begeistert vom Regenwald. Jedenfalls fliegt er sich so. Für die Strecke von Manu nach Iberia haben wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 212 km/h. So schnell waren wir fast noch nie. Im Hochland schafften wir gerade mal 160 km/h. Ich werde in Zukunft versuchen, hinweise zu ein paar tatsächlichen Eindrücken zu geben. Zu Iberia habe ich nur sehr wenig gefunden. Es sind vor allem die Bilder, die bei Google Earth zu finden sind. Ein paar Aufnahmen konnte ich außerdem bei Flickr finden. Einfach mal nach Iberia, Peru suchen.

Rechtsklick zum Herunterladen
kmz-File zum Betrachten oder Nachfliegen in Google Earth

Von Quincemil nach Boca Manu

29. Dezember 2008

Das ist heute mal ein anständiges Wetter zum fliegen. Leicht bewölkt und 25 °C. Was will man mehr. Gut, ein bischen schwül ist es nachdem kein Lüftchen die feuchte Luft bewegt. Aber das macht nichts. Heute dauert es nur 40 Minuten, bis ich über den endlosen Regenwald zum Flugplatz von Boca Manu geflogen bin und es war richtig entspannend.

Der Flugplatz liegt direkt am östlichen Rand des großen Nationalparks Manu, der vor allem durch seine enorme Vielfalt an Tieren und Pflanzenarten bekannt ist. Wie es dort in Wirklichkeit aussieht ist auf dem nachfolgenden Youtube-Video zu sehen. Die Aufnahmen stammen nicht von mir, sondern von SvetaNYC. Es zeigt einen Flugzeugstart vom Boca Manu Flugplatz.

Noch die übliche GPS-genaue Flugstrecke für GE:

Rechtsklick zum Herunterladen
kmz-File zum Betrachten oder Nachfliegen in Google Earth

Endlich Bäume!!!

28. Dezember 2008

Lange hatte ich sie vermisst. Jetzt sind sie endlich da. Bäume – ganze Wälder davon. Urwald, tief eingeschnittene Flusstäler. Das Wasser kommt mit unglaublicher Gewalt von den nahen Andenhängen tausende von Metern herabgeschossen. Es ist einfach traumhaft. Innerhalb von 50 Minuten war es geschafft. Auf einer Höhe von 4400 Metern bin ich gestartet und bin jetzt nicht mal mehr 650 Meter hoch. Dodo und ich sind angekommen im Peruanischen Tiefland am Flugplatz von Quincemil (SPIL).

Rechtsklick zum Herunterladen
kmz-File zum Betrachten oder Nachfliegen in Google Earth

Ich will Bäume sehen

27. Dezember 2008

Heute möchte ich eine Entscheidung treffen. Wie solls weitergehen. Weiterhin das peruanische Hochland befliegen und mal nach Westen abschweifen. Nasca und Machu Picchu, Lima usw. oder doch nach Norden direkt nach Brasilien. Also fliegen Dodo und ich bei ruhigen Wetter erst mal los. Unter uns ist eine leblose leicht hüglelige Landschaft. Langeweile breitet sich langsam aus. Kein Baum in Sicht. Seit der Atacama über Bolivien und jetzt hier in Peru ebenfalls keine Bäume. Ich möchte wieder mal eine dichte Pflanzendecke sehen.

Nach einer dreiviertel Stunde lande ich in San Rafael und jetzt ist es klar. Keine weiteren Ausflüge. Dodo soll mich auf dem direkten Weg nach Norden ins tiefergelegene Land bringen. Ich möchte Bäume sehen. Ich möchte Wärme haben. Ich fliege in den Dschungel und durch den Dschungel.

Rechtsklick zum Herunterladen
kmz-File zum Betrachten oder Nachfliegen in Google Earth

Saisonstart 2008/2009

21. Dezember 2008

Zum Auftakt der Saison steht heute ein einstündiger Flug über den Titicacasee auf dem Programm. Der Flug beginnt mit einem Regenschauer über Copacopana, der zum Glück nicht lange anhält. Aber überall über dem See sind die dunklen Streifen weiterer Regenschauer zu sehen. Sogar ein paar Blitze durchzucken die dickeren Wolken in der Ferne. Dazwischen immer wieder große Wolkenlücken mit viel Sonne und angenehmen 16 °C. Was soll ich sagen. Aprilwetter eben.

Nach einer Stunde Flug habe ich dann 160 km hinter ich gebracht und habe den See überflogen. An einem der Zuflüsse zum See lande ich dann und übernachte ein paar Tage in der Wildnis.

Rechtsklick zum Herunterladen
kmz-File zum Betrachten oder Nachfliegen in Google Earth

Nachlese und Vorschau

18. Dezember 2008

Am Sonntag ist es so weit. Nicht nur dass der vierte Advent ist, sondern die Sonne hat auch dann den südlichen Wendekreis erreicht und wandert von nun an wieder gen Norden und ich werde ihr wieder folgen.

Kurz vor dem neuen Follow-the-Sun-Project-Halbjahr ist es Zeit, die vergangene Saison 2007/2008 etwas aufzuarbeiten. Ohne dass ich näher darauf eingegangen bin, habe ich bis zur Juli-Sonnenwende das bolivianische Hochland durchquert und stehe jetzt seit geraumer Zeit am Flughafen El Alto von La Paz. Die Reise in Bolivien war durch die Höhe sehr anstrengend zu fliegen und hatte nicht besonders viele reizvolle Momente im Simulator. Die Gegend war eintönig und einfach nur hoch. Ich habe keine Ahnung, ob das in Peru besser wird. Das Land ist auch nicht berühmt dafür dass es besonders flach ist. Ich habe mir schon überlegt, über Brasilien weiter zufliegen, bin aber noch bei keinem Ergebnis angelangt. Wahrscheinlich fliege ich mit Dodo einfach mal einfach weiter Richtung Norden. Flugplätze gibt es genug, um nicht irgendwo im Nirgendwo notlanden zu müssen. Ursprünglich habe ich z. B. einen Abstecher nach Nasca zu den berühmten Linien geplant aber  eigentlich ist diese Gebiet schon weit ab von meiner eigentlichen Route. Mal sehen.

Aber jetzt erst einmal wieder zurück in die Vergangenheit, zur letzten Saison. Dazu eine kleine Statistik: In den 21 Etappen habe ich mit etwa 32o0 km zurückgelegt. Dazu war ich 22 Stunden unterwegs. Die durchschnittliche Geschwindigkeit kann sich jeder selbst ausreichen. Da das ganze ja nur virtuell geflogen wird, habe ich jede Menge Treibstoff eingespart, und damit natürlich Kohlendioxid. Meine Klimabilanz ist toll!!

Und jetzt noch ein Sprung in die Gegenwart: Ich wollte schon vorher mal üben. Der Titicaca-See ist ja nicht weit von La-Paz, also bin ich schon mal dort hin geflogen und bin in auf einem Flugfeld in der Nähe der wichtigen bolivianischen Pilgerstadt Copacopana gelandet. Im der dortigen Basilika steht die dunkle Jungfrau, der viele Wunder zugeschrieben werden. Sie ist die Schutzfrau des Titicaca-Sees. Mal sehen ob sie mich beschützt, wenn ich den See nach Norden überfliege.

Und noch ein Sprung in die Zukunft: Dodosim hat im deren Support-Forum die lange erwartete Version ihres Bell206-Helis für den aktuellen Flugsimulator X angekündigt. Sobald der Heli erschienen ist, werde ich auch endlich auf den FSX umsteigen und mich von meinem treuen Weggefährten FS2004 verabschieden. Eventuell wird dies schon im Januar 2009 der Fall sein und ich hoffe wirklich darauf.

Ziel erreicht

29. April 2008

Heute gibts mal keine Bilder und nur einen sehr kurzen Bericht. Von Uyuni ging die Strecke bis nach Potosi. Dorthin, wo ich schon in der letzten Woche sein wollte. Es dauerte eben eine längere Zeit, bis Dodo endlich wieder aufgetankt werden konnte. Für einen Tanklaster, der extra kommen musste, ist die Strecke dort oben auch kein Zuckerschlecken. Jetzt stehe ich auf fast 4000 Metern und frage mich, wie die Leute hier wohnen können.

Rechtsklick zum Herunterladen
kmz-File zum Betrachten oder Nachfliegen in Google Earth

 

Grenzerfahrungen

20. April 2008

Es gibt Grenzen, die kann man überschreiten. Die Grenze zwischen Chile und Bolivien zum Beispiel. Man muss das nicht unbedingt an den Südwestspitze von Bolivien tun, aber es geht auch da. Es gibt aber auch Grenzen, die nicht zu überschreiten sind. Solche sind beispielsweise die Grenzen der Naturgesetze.

Meine erste Grenzerfahrung kommt früher als gedacht. Von San Pedro de Atacama, einer touristisch gut erschlossenen Oase, solls jetzt nach Bolivien gehen am besten bis nah Potosi. Deshalb habe ich Dodo richtig voll getankt. Und da stöst Dodo schon an seine Grenzen. Auf den 2400 Metern bringe ich ihn kaum in die Luft. Nur äußerst schwerfällig hebt die Bell 206 ab. Da zeigt sich auch schon die nächste Grenze. In dieser Höhe noch weiter zu steigen ist sehr mühsam. Dodo ist an den Grenzen seiner Belastungsmöglichkeiten. Dauernd muss ich wieder eine weile gerade Fliegen und Auftrieb wegnehmen, bevor die Turbine brennt. Die Warnlichter ermahnen mich immer wieder dazu. Ich möchte eigentlich zwischen den beiden Vulkanen Lincancabur und Juriques nach Bolivien einfliegen, aber es ist nicht zu schaffen. Von wegen Dodo schafft das schon. Ich muss also weiter langsam an Höhe gewinnen, den Juriques umfliegen und dann über den Paso Cajon, der Passstraße nach Bolivien, die Grenze überwinden.  Das mache ich auch und zwar nur so hoch über dem Boden, dass man Dodo glatt für ein Auto halten könnte.

Na gut, mittlerweile bin ich dann doch auf 4600 Meter höhe. Das reicht aber noch lange nicht. Am nahen Horizont gehts noch weiter über noch höhere Gipfel. Erstmal überfliege ich die Laguna Verde, einen durch Kupferminerale grün-türkis gefärbten See auf der bolivianischen Nordseite der beiden Vulkane. Die Grenzen von Dodo werden immer auffälliger. Bei der kleinsten Steuerbewegung wirft er sich in der Luft hin und her wie ein Rodeopferd. Nur keine groben Bewegungen machen. Meine Faust am Steuerknüppel ist so verkrampft, als wäre sie mit dem Stick verwachsen. Wenn ich den Mut hätte, wäre ich jetzt umgekehrt aber ich traue micht einfach nicht eine noch so große 180 Grad – Wende durchzufühern, um in Richtung Küste zu fliegen. Jetzt ist Dodo entgültig an seinen Grenzen angelangt. Wir werden langsamer und Dodo sinkt flügellahm oder besser Rotorlahm immer weiter zum Boden und ich kann nichts dagegen tun. Ich muss Notlanden. Der Tank ist einfach zu voll.

Wir müssen nun leichter werden, um weiterfliegen zu können. Auf meine Ausrüstung kann ich nicht verzichten und ohne mich will Dodo auch nicht weiter. Was bleibt noch übrig? Genau, Treibstoff muss weg. Kann man es als Umweltverschmutzung bezeichnen, wenn man in fast 5000 Metern über dem Meersspiegel, wo eigentlich nichts mehr wächst und fast kein Tier überleben kann, Treibstoff in den staubigen Sand ablässt? Mein Gewissen sagt ja. Also entschließe ich mich, einfach die Turbinen weiterlaufen zu lassen, bis genug verbrannt worden ist und ich wenigstens bis in die Nähe einer menschlichen Siedlung kommen kann.  Potosi kann ich vergessen, da komm ich nicht mehr hin. Na dann eben weiter nach Uyuni, am besten immer entlang der Autopiste. Nachdem wir nun etwas leichter sind geht es auch besser voran. Instabil bleibt Dodo aber ich der Luft. Die Hauptsache ist jedoch, dass ich weiter komme. Nach zwei Stunden und 10 Minuten Flug muss ich für heute abbrechen. Es wird schon dunkel und der Sprit geht aus. Ich gehe neben einer staubigen Piste mit nur noch 10 kg im Tank zu Boden; zum Glück nur etwa zehn Meilen von Uyuni entfernt.  

Rechtsklick zum Herunterladen
kmz-File zum Betrachten oder Nachfliegen in Google Earth

Nächste Einträge »